Mittwoch, 18. Januar 2023

Wenn der Himmel die Erde umarmt, ist Weihnachten


„Wunderbar, das war für mich heute der Heilige Abend, so besinnlich, das hat mir gut getan“. In dieser Rückmeldung einer Besucherin steckt, was bei der Begrüßung und Einstimmung zum „Königlichen Krippen-Konzert“ am 6.1.2023, dem Dreikönigstag um 19°° Uhr in der Pfarrkirche Göllheim versprochen wurde: Es wird himmlisch! Dazu beigetragen hat die stimmungsvoll erleuchtete Kirche und vor allem Gesang, Musik und nachdenkliche Texte.

Das anspruchsvolle Programm begann mit dem „St. Anthony Choral“ von Joseph Hayden gespielt vom Ensemble der Kolpingkapelle Zell unter Leitung des Dirigenten Jochen Paulokat mit Brenda May-Krüger, Sigrid Becker, Matthias Gießen, Peter Becker, Pirmin Deibel, Stefan Weil, Sebastian Osterroth und Christian Reißinger. Vom gleichen Ensemble folgte von Hans Leo Hassler “Canzone”.

“Sie haben keinen Platz für dich“ von Siegfried Fietz, gesungen von Silke Schindler & Petra Ochsner füllte danach mit Gitarrenbegleitung von Silke Schindler das Gotteshaus.

Engelbert Humperdincks „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“,  wunderbar dargeboten vom Ensemble der Kolpingkapelle animierte zum Händefalten.

Mit dem „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart ließ Julia Nielsen die Töne von der Empore in den Kirchenraum fliegen. Die Pfarrkirche und die Konzertbesucherinnen und -besucher erlebten danach eine Premiere.  Volker Günther blies kraftvoll das Alphorn, eine besonders in Österreich und der Schweiz beheimatete Naturtrompete aus Holz und spielte von Hans-Jürg Sommer “The spirit of Alphorn”, gekonnt am Klavier begleitet von seinem Sohn Severin Günther.

Nun bereicherte die Organistin Julia Nielsen mit Stephen Adams „The holy city” an der Orgel die weihnachtliche Stimmung mit dem Hosianna in der heiligen Stadt Jerusalem. Das Ensemble der Kolpingkapelle ließ “Trumpet Voluntary” von Jeremiah Clarke folgen.

Mit dem alten französischen Weihnachtslied „Noel, Christ ist geboren“, besangen Silke Schindler und Petra Ochsner das Wunder der Heiligen Nacht. Frohlockend spielte danach das Ensemble der Kolpingkapelle das „Ave Maria“ von Franz Schubert.  

Max Regers Choralvorspiel „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ spielte Severin Günther auf der Orgel von der Empore, bevor er Silke Schindler zu dem Lied von Peter Cornelius „Drei Könige wandern aus Morgenland/Wie schön leuchtet der Morgenstern“ ebenfalls mit der Orgel begleitete.

Zwischen den Gesangs- und Musikbeiträgen trugen Birgit Penkhues, Steffi Beyer, Gunda Friebe, Birgit Baqué-Stuppy und Arno Stuppy von der Familiengruppe Texte vor. Sie kündeten vom Geschehen der Heiligen Nacht: „Im Stall, ärmlich und erbärmlich zeigt Gott sein großes Erbarmen mit uns Menschen“, sie lobpreisten die Nacht „wo der Himmel die Erde umarmte“ und im Krippengespräch erzählten Maria und Josef von der Vision, dass Jesus die Welt auf den Kopf stellen wird. Aber auch davon, dass Alle mit „anfassen“ müssen, damit Gottes Liebe die Erde erfüllt.

In schöne Königskleider verhüllt verkündeten die Sternsingerkinder Magdalena und Antonia Oberhausen, Aurelia Nielsen und Simon Schlosser, begleitet von Silvia Boos, die Botschaft vom Kommen Jesu.

Pfarrer Josef Metzinger bedankte sich bei den Akteurinnen und Akteuren mit einer Aufmerksamkeit und herzlichem Dank für die schöne Stunde in der Pfarrkirche. Mit Gottes Segen verabschiedete er die Konzertbesucherinnen und -besucher ins Wochenende.

Bemerkenswert ist, dass alle beim Konzertabend beteiligten Frauen, Männer und Kinder in der Pfarrei heiliger Philipp der Einsiedler engagiert sind. Volker Günther hatte mit seiner Initiative für einen anspruchsvollen Abend beigetragen.

Arno Stuppy