Dienstag, 21. Juni 2022

Messdieneraufnahme an Pfingstmontag 2022

Was soll man sagen?

Wir leben in einer Zeit, in der erdrutschartig Menschen die Kirche(n) verlassen.

Kaum vorstellbar, dass es Menschen gibt, die sich umgekehrt entscheiden und in der Kirche mitarbeiten möchten und darin eine spirituelle wie gesellschaftliche Heimat finden können.

Und wenn das auch noch junge Menschen mit Unterstützung ihrer Eltern und Familie sind, dann muss all denen, die da schon geraume Zeit in der Kirche sind, leben, sich engagieren, klar sein: das ist ein kostbarer Schatz höchster Gnade durch die Gunst Gottes und der Menschen, die sich da entschieden haben, sich zu engagieren.

Leider waren zwei der neuen Messdiener*innen krank. Aber für das eine Kind hat die Oma alles entgegengenommen und für das andere Kind die ältere Schwester, die auch Messdienerin ist.

Genau das war auch die Atmosphäre am Pfingstmontag in unserer mit 200 Gläubigen und 28 Messdiener*innen gewaltig vollen Kirche in Göllheim.

Vom diesjährigen Erstkommunionkurs entscheiden sich 3 Jungs und 4 Mädchen dazu sich im Dienst am Altar und in der Gemeinschaft der jungen Christinnen und Christen unserer Pfarrei zu engagieren.

Nach dem imposanten und feierlichen Einzug mit vollem Dienst, stand zuerst das Johannesevangelium, Kapitel 3 im Zentrum der Aufmerksamkeit, das uns auffordert das Licht Gottes in unserem alltäglichen Leben weiterzugeben; denn ER, der uns alle liebt, ist stets bei, mit und in uns durch den Geist Gottes, seien Liebe und dem Sakrament der Eucharistie, das die neuen Messdiener*innen gerade vor wenigen Wochen zum ersten Mal feiern durften.

In der Liturgie, so später die Katechese, zeigt sich das in vielen Symbolen, wie die Leuchter, der Weihrauch, die Fahnen, die Schellen, die Glocken, etc.

So machen wir uns deutlich: Der Gott, dem wir dienen, der ist wirklich da. Nicht sichtbar, hörbar und greifbar mit unseren primären Sinnen, aber was wir in der Seele und dem Herzen wahrnehmen, bringen wir durch diese Zeichen und Symbole zum Ausdruck. Darin findet sich auch das „Handwerkszeug“ des Dienstes der Minstrant*innen.

Die Aufnahme selber war ein eigener Moment im feierlichen Hochamt.

Mit Namen wurden von einer unserer Obermessdienerinnen die neuen Messdiener*innen aufgerufen. Dies traten aus der Bank, erklärten ihre Bereitschaft und legten das Versprechen ab, sich redlich zu engagieren und auch für das einzustehen, was sie von Jesus erfahren und glauben, indem sie ihren Alltag danach zu gestalten versuchen.

Dem schloss sich ein Versprechen der gesamten Gemeinde und aller Anwesenden an, Vorbilder des Glaubens für diese Kinder zu sein und dafür zu sorgen, dass diese Kinder durch uns Schutz und Hilfe erfahren. Gerade in unserer Zeit ist dieses Versprechen von weitreichender Tragweite und sehr wichtig!

Die Obermessdiener*innen oder Geschwisterkinder, die schon Messdiener*innen sind, kleideten die neuen Messdiener*Innen mit den liturgischen Gewändern an, überreichten ihnen den Ministrantenausweis der Deutschen Bischofskonferenz, die Ministrantenplakette und die Aufnahmeurkunde.

Ab diesem Moment übernahmen die neu aufgenommenen Ministrant*innen den weiteren Dienst der Liturgie. Und das machten sie hervorragend!

Nach der feierlichen Aufnahme lud die Pfarrei alle Kinder, ihre Familien und alle anwesenden Gläubigen zum Grillfest ein. Die Pfarrei stellte Brot, Grillgut, Getränke und die Eltern brachten Salate, Nachtisch, Kuchen mit, und halfen schon vorab beim Herrichten des Pfarrheimes und beim Grillen.

Rund 80 Gäste durften wir begrüßen und wir hatten einen wunderbarten Tag!!

Und dann kam da noch das 8. Kind zu den Messdiener*innen: die ältere Schwester eines neu aufgenommenen Kindes entschied sich just am Nachmittag auch bei den Messdiener*innen mitzumachen. Große Freude!!

Für unsere kleine Pfarrei, die kleinste der Diözese, war diese Aufnahmefeier ein ganz besonderer Feiertag und unsere Dankbarkeit ist sehr groß!

Ein herzliches Dankeschön an alle Messdienerinnen und Messdiener aller 17 Dörfer, unserem Pfarrbüro für die Organisation, Absprachen und Bestellungen der Lebensmittel, unseren Wirten für die Getränke und den Ausschankdienst, den Eltern für all die leckeren Speisen des Nachtischs und Kuchens, sowie beim Helfen beim Grillen und allen Beteiligten.

(J.M.)

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