Mittwoch, 12. Januar 2022

Mit einem „KÖNIGLICHEN KRIPPENKONZERT“ ins neue Jahr

Im November des Vorjahres hatte Volker Günther die Idee, die früheren Krippenwallfahrten der Familiengruppe jeweils zu Beginn eines neuen Jahres, wieder weiterzuführen, und zwar mit einem Konzert. Aus der Idee wurden Wirklichkeit und ein Erfolg. „Viel Besuch“ hatte sich für Freitag, 7. Januar zum Königlichen Krippenkonzert in der Katholischen Pfarrkirche Göllheim angemeldet. In dem mit weihnachtlicher Stimmung und im Lichter- und Kerzenschein erstrahlten Gotteshaus versammelten sich 95 Personen. Der Titel „königlich“ erinnerte an den Dreikönigstag  und wollte die Weihnachtszeit, die zwei Tage später mit der Taufe Jesu liturgisch endet, bekrönen. Nicht als Schlusspunkt, sondern als Ausrufezeichen: „was bedeutet, wir nehmen die weihnachtliche Botschaft mit ins neue Jahr, in unser Leben, in unsere Gemeinde und überallhin, wo wir als Christen gerufen werden.“

Gesang, Musik und Texte stellten an diesem Abend das Wunder von Bethlehem und die himmlische Nachricht der Engel in berührender Weise dar.

Mit „Air“ von Johann Sebastian Bach begann Julia Nielsen an der Orgel musikalisch das Konzert. Später war auch noch der „Abendsegen“ aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdink von ihr zu hören.

Volker Günther und Sebastian Osterroth brillierten mehrmals sowohl mit dem Flügelhorn, mit Arien aus dem Notenheft von Kajetan Friedel, als auch mit der Trompete und erfüllten den Kirchenraum. Darunter auch Werke von Georg Friedrich Händel, La Rejouissance aus der Feuerwerksmusik und ein Kanon von Georg Philipp Telemann.

Silke Schindler sang und spielte mit der Gitarre „In der Nacht von Bethlehem“ ein Stück von Peter Strauch, ebenso das Lied „Ein Kindlein liegt in dem Stall“ komponiert von Martin G. Schneider. Die beiden Vorträge betonten die „zärtliche“ Botschaft der Heiligen Nacht.

Von der Empore erklang das „Noel/Grand Jeu et Duo“, an der Orgel gespielt von dem zehnjährigen Severin Günther. Ein zweites Mal konnte er die Orgel ertönen lassen mit „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Johann Sebastian Bach, das Epiphaniaslied setzte den musikalischen Schlusspunkt des Abends, begleitet wurde er dabei von seinem Vater Volker Günther mit der Trompete.

Zwischen den musikalischen Darbietungen lasen Steffi Beyer, Christa Hartmüller, Gunda Friebe, Monika Tilgner, Birgit Penkhues, Birgit Baque´-Stuppy und Arno Stuppy von der Familiengruppe Texte: Gedanken zu Weihnachten, von Gott, der die Menschen für sein Werk braucht, von den Hirten, die zu Zeugen wurden und aus dem Alltag der Heiligen Familie. Maria voller Dankbarkeit gegenüber den Hirten und der Sorge des heiligen Josef, wie wohl die Botschaft der Heiligen Nacht in die Welt kommen sollte.

Diese Antwort war den Sternsingern, dargestellt von Antonia und Magdalena Oberhausen, sowie Lukas und David Keller vorbehalten. Sie waren in die Rollen und Kostüme von Sterndeutern, Magier, Weisen aus dem Morgenland und den Königen Kaspar, Melchior und Balthasar geschlüpft und kündeten dem ganzen damals bekannten Erdkreis von der Geburt Jesu.

Bevor Pfarrer Josef Metzinger das Schlussgebet sprach und den Segen spendete, bedankte er sich herzlich bei den Akteur*innen, sowie Silvia und Holger Boos, sie hatten die Sternsinger auf den Weg geschickt und den Empfangsdienst übernommen, mit einem Geschenk für den besonderen musikalisch und besinnlichen Abend, was von den Anwesenden mit reichlich Applaus bedacht wurde.     

Arno Stuppy