Sonntag, 05. April 2026
Rüssinger Passionsweg
Der Passionsweg von Aschermittwoch bis zum Ostermorgen in der Kirche Sankt Martin in Rüssingen
Wo in der Weihnachtszeit die Weihnachtskrippe aufgebaut war, entstand in der Fastenzeit der Passionsweg von „Aschermittwoch bis Ostermorgen“.
Angefangen vom Aschenkreuz und dem bekannten „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehren wirst“, fängt der Passionsweg mit dem starken Aufruf zur Umkehr an. Auf kargem Sand wüstenähnlich schlängelt sich der Weg bis zum Sonntag Laetare hin. „Freuet euch“ lautet der Gruß. Vom Kerzenschein erleuchtet, sagt es der Betrachterin und dem Betrachter „Kopf hoch, die Hälfte der Stecke ist geschafft und wir können, ohne bei den gefassten Vorsätzen nachzulassen, Ostern schon erahnen“. Mit dem „Freuet euch“ gestärkt, führt der Weg nach Jerusalem, wo Jesus mit Hosianna freudig empfangen wird, wo Kleidungstücke den Staub der Straße verbergen und Palmzweige dem Jubel Flügel verleihen. Hier wird der sehnlichste Wunsch der Menschen mit dem „Rette uns“ ausgedrückt. Der Passionsweg biegt nun in die Klage- (Kar-) woche ein, wo es beim Abendmahl zuerst noch keinen Grund zur Klage gibt. Jesus verwandelt Brot und Wein für die Apostel und für alle Gläubigen in die „Speise für die Ewigkeit“. Bei der nächsten Station blickt uns ein dornengekröntes Bildnis von Jesus entgegen und gleich daneben ist er ans Kreuz genagelt. Am Ende des Passionsweges beginnt ein neuer Anfang: „Halleluja, Jesus lebt“! Der schwere Stein ist vom Grab weggewälzt, das Totentuch ist beiseitegelegt und das Grab erscheint im österlichen Licht: Jetzt feiern wir Ostern!
Arno Stuppy
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