Polen-Tour 2028 - 03. bis 14. Juli 2028

Nach dem Erfolg unserer Freizeiten in Barcelona im Jahr 2022 und Griechenland 2025 hat unsere Jugend beschlossen eine weitere Fahrt zu unternehmen.

2028 wollen wir unser Nachbarland Polen besuchen.

Polen hat eine sehr bewegte Geschichte. Die Nachbarländer kämpften nicht selten mit und um Polen, so dass Polen auch mehrmals geteilt und auch schon ganz von der Landkarte verschwunden war.

Eines der schlimmsten Erlebnisse Polens ist unsere Deutsche Vergangenheit, der Überfall Hitlers auf Polen, der gnadenlose Genozid des NS-Regimes, der Versuch ganze Menschengruppen auszurotten.

Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg war und ist bis heute ein Prozess der Versöhnung und Annäherung.

Wesentliche Rollen spielen dabei unter anderem die Bundeskanzler Willy Brandt, Helmut Kohl, der Staatspräsident der Sowjetunion Michail Sergejewitsch Gorbatschow, sowie Papst Johannmes Paul II [bürgerlicher Name: Karol Józef Wojtyła].

Polen, dessen Namen sich von dem ursprünglichen westslawischen Stamm der Polanen ableitet, war früh durch die Hochzeit des ungetauften Herzogs Mieszko I mit der Christin Dubrawka christianisiert, denn im Zuge der Hochzeit ließ sich der Herzog taufen.

Bei Reformation und Gegenreformation setzte sich am Ende die katholische Seite durch und heute noch sind 87% der Bevölkerung katholisch.

Ein besonderes Ansehen hat bis auf den heutigen Tag der verstorbene Papst Johannes Paul II, der ehemals der Erzbischof Karol Józef Wojtyła in Krakau war.

Er unterschrieb bereits am 18. November 1965 einen Brief an die Deutsche Bischofskonferenz mit Appell an die Bundesrepublik Deutschland zur Vergebung und Aussöhnung.

Das Besondere dabei war, dass er als Pole und Opfer zusammen mit seinen Amtsbrüdern als erstes die Hand ausstreckte und Vergebung anbot.

Aus Sicht seines christlichen Menschenbildes, war Papst Johannes Paul II ein wesentlicher Markstein bei der Aussöhnung zwischen Polen und Deutschland, der Wiedervereinigung unseres Landes und der Aufarbeitung der Kriegsverbrechen des NS-Regimes.

Daher wird diese Fahrt eine demokratisch-politische Wallfahrt werden.

Fernab der inzwischen zahlreichen "Fake-News" in den sozialen Netzwerken, werden wir uns mit dem freiheitlich demokratischen Menschenbild Jesu Christi befassen, der Geschichte der Beziehung zwischen Polen und Deutschland, der Rolle des Christentums für den Frieden und der Größe des Menschen Vergebung zu gewähren, aber auch zu der eigenen Schuld zu stehen und Vergebung zu erbitten.

Die Fahrt führt uns unter anderem nach Krakau, der Stadt, in der Papst Johannes Paul II mit bürgerlichem Namen Karol Józef Wojtyła Erzbischof war. In dieser Stadt werden wir, von zwei Exkursionen abgesehen, für den gesamten Zeitraum unserer Fahrt wohnen.

Wir werden den tiefen katholischen Glauben unserer polnischen Schwestern und Brüder in Krzeszów und  Częstochowa ersehen, und erkennen, wie sehr sie den Glauben in ihren Alltag, auch beruflichen Alltag eingebaut haben - wenn wir in der unterirdischen Salzkapelle des Salzbergwerkes miteinander gemeinsam Heilige Messe feiern dürfen.

Wir werden Auschwitz besuchen und erschüttert sein, mit welch planerischer Akribie Massenhinrichtungen und Massenvernichtung an Menschen verbrochen wurde.

Aber wir dürfen erleben, dass auch zu der damaligen Zeit Einzelschicksale und Widerstand existierte, wenn wir die Emailfabrik von Oskar Schindler besuchen, der 1.200 Juden vor der Ermordung im Hinrichtungslager rettete.

Wir werden Warschau besuchen [mit zwei Übernachtungen] und des Aufstands des Warschauer Ghettos gegen die deutsche Wehrmacht gedenken und lernen, dass Verbrechen und Schuld immer Spuren hinterlassen.

Daher werden wir das Denkmal des Warschauer Ghettos besuchen, wo Bundeskanzler Willy Brandt am 07. Dezember 1970 bei der Kranzniederlegung auf die Knie fiel und das polnische Volk um Vergebung bat.

Die Leitthemen unserer Fahrt lauten daher:

 

"Wir vergeben und bitten um Vergebung!"

[Hirtenbrief der polnischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder vom 18. November 1965
Mitunterzeichner
Karol Józef Wojtyła, Kardinal von Krakau; der spätere Papst Johannes Paul II]  

und:

"Der Friede Christi triumphiere in euren Herzen. Dazu seid ihr berufen. Seid dankbar!"

[Nach Paulus in seinem Brief an die Christen in Kolossai, Kapitel 3]

 

Wir werden uns der Herausforderung stellen die Rolle unseres Glaubens in der Politik dieser Welt zu verorten.

Immer wieder hören wir, wie belanglos unser Glaube sei. Dabei beinhaltet er Antworten, nach denen die Menschheit ruft.

Aber es sind keine pauschalen, schnellen oder einfachen Antworten, sondern Antworten des Herzens, des Fühlens, des Wahrnehmens, des Denkens, die von uns im entscheidenden Moment auch eine Positionierung und ein Statement abverlangen.

Und wir werden uns der Frage stellen, wieso immer wieder auch das Scheitern der Christen möglich ist.

Inwieweit hier auch das Leben und der Friede mit Gott und Jesus Christus Voraussetzung sind, werden wir erforschen und erkunden.

SEIN Friede soll in unserem Herzen triumphieren - dafür sind wir, bin ich, bist DU berufen.......

(Josef Metzinger, Pfr.)

Anmelden kann man sich bereits hier.

Da wir für 2028 die Reise planen, ist der Rücktrit von der Reise bis 31. Dezember 2027 ohnehin kostenlos, also seid Ihr auf der sicheren Seite. Erst danach greifen die Stornierungsbedingungen der AGB's.

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