kfd-Gottesdienst zum Thema Plastik

 

Am Sonntag, dem 13. März 2022 gestaltete unserer kfd-Göllheim unseren Sonntagsgottesdienst zum Thema "Plastik".

"Ach, das kenen wir ja schon - Nachhaltigkeit ist doch eh überall das Thema!", werden sich manche vielleicht gedacht haben.

Aber der Gottesdienst war alles andere als gewöhnlich.

Vor dem Altar war Plastikmüll bereitet. Allein der Anblick den Müll im Altarraum zu sehen, war befremdlich und hat gezeigt: Hier geht es ums Aufrütteln, Nachdenken udn Umdenken.

Die Lesung aus dem Buch der Weisheit, Kapitel 11, Verse 21-26, hielt uns vor Augen, dass alles, was lebt, Eigentum dessen ist, der das auch erschaffen hat: Gott selbst. Somit ist uns all das Leben nur in Eigenverantwortung geliehen und wir sollten es dem, dem es gehört, unbeschadet zurückgeben können.

Ist das so?

Psalm 8 zeigt uns ergänzend, dass auch wir Teil dieser Schöpfung sind und wunderbar aus der Liebe Gottes hervorgehen.

Und dann machte uns das Evangelium nach Lukas, Kapitel 12, deutlich, dass wir uns nur allzugerne die Augen vor der Realität verschließen.

Dies griff dann auch die Predigt auf, die Frau Gunda Friebe hielt.

Sie konfrontierte uns zuerst mit Fakten, die uns nicht alle bewußt waren.

Dass Plastik-Gyren in der Größe Europas im Ozean nicht nur den Lebensraum der Meerestiere zerstören, sondern dadurch, dass dieses Plastik von den Tieren aufgenommen wird, diese auch töten, war uns in dem Ausmaß des Kontinentalflächenvergleichs fremd.

Dass eine Chipstüte 450 Jahre braucht, bis sie sich zersetzt, wo überall Plastik enthalten ist und dass alleine in Deutschland nur 2,8 Milliarden ToGo-Kaffeebecher als Müll anfallen, kommt einem beim Kaufen nicht in den Sinn. Das sind Zahlen, die erschrecken und einem nicht wirklich im Alltag klar sind. zum Teil kann man sich diese Größenordnungen gar nicht vorstellen.

Die Entschiedenheit zur Nachhaltigkeit und Schöpfungserhaltung wies Frau Friebe von Seiten der Politik, aber auch von Seiten unseres Konsumverhaltens, als halbherzig aus.

Dabei gibt es durchaus Alternativen.

Der Kauf von unverpacktem ist auch in unseren lokalen Geschäften und Märkten schon möglich.

Und wenn es denn Plastik sein muss, dann kann man etliches davon wiederverwenden.

Im Sinne des "Upcyclings" stellte die kfd auch Anschauungsobjekte aus, die aus Müll und Abfall durch Gestaltung und Modifizierung einem neuen Zweck zugeführt wurden.

Es geht, wenn man den Willen dazu hat - aber mehr noch haben wir den Auftrag das uns anvertraute Paradies zu hegen, zu pflegen und zu erhalten, denn es wird der Moment kommen, da wir uns zu verantworten haben - vor dem, der es uns einst anvertraut hat.

Für den sehr beeindruckenden Gottesdienst danken wir sehr herzlich unserer kfd und dem sehr engagierten und kompetenten Team unserer Frauen, die uns am Ende mit dem Segen vom Altar aus Gottes Geleit und Schutz zusprachen:

Ewiger Gott,

halte Deine starke Hand über uns,

über uns Menschen,

über unsere Erde

über Deine weite Schöpfung.

Segne uns und alles, was aus Deinen Händen gekommen ist;

dass unser Leben ein Loblied werde –

auf Dich,

„Du Freund des Lebens“,

auf Dich,

den Vater, den Sohn und den Hl. Geist.

Amen.